Montage am Gebäude
Befestigung der Terrassenüberdachung an der Fassade
Ob Markise, Pergola, Terrassenüberdachung oder Wintergarten hält, entscheidet sich nicht am Produkt, sondern an der Wand dahinter. Wir prüfen den Untergrund, bevor wir ein Angebot schreiben.
- Untergrund vor Ort geprüft
- Befestigung passend zum Mauerwerk
- Durchdringung fachgerecht abgedichtet
- Dämmung ohne Wärmebrücke durchdrungen
Was der Untergrund tragen muss
Eine Terrassenüberdachung von vier Metern Breite leitet im Winter unter Schneelast mehrere hundert Kilogramm in die Wand. Eine ausgefahrene Markise erzeugt zusätzlich ein Kippmoment, das bei Wind kurzzeitig ein Vielfaches des Eigengewichts erreicht. Beides landet an denselben wenigen Befestigungspunkten.
Deshalb steht am Anfang jeder Montage die Frage, woraus die Wand besteht und was unter dem Putz liegt. Ein Vollziegel trägt anders als ein Hochlochziegel, Porenbeton anders als Stahlbeton, und eine vorgehängte Fassade trägt an dieser Stelle überhaupt nicht.
Wir klären das vor der Angebotsabgabe, nicht am Montagetag. Das kostet einen Termin und erspart die Situation, dass die Anlage auf der Baustelle steht und der passende Dübel fehlt.
- Mauerwerksart und Steinformat
- Lage und Zustand der Ringanker
- Dämmstärke und Art der Fassade
- Bestehende Leitungen hinter dem Putz

Leistungsumfang
Was wir an der Fassade übernehmen
Die Befestigung gehört zur Montage und wird nicht an den Kunden weitergereicht.
Wir sehen uns den Untergrund an und sagen Ihnen vor dem Angebot, was möglich ist.

So prüfen wir die Fassade vor der Montage
Der Termin dauert selten länger als eine Stunde. Wir messen die geplante Breite, bestimmen die Höhe des Anschlusses unter Fenstern und Rollladenkästen und suchen die Punkte, an denen die Last eingeleitet werden kann.
Dabei kommt ein Ortungsgerät zum Einsatz, das Leitungen und Bewehrung findet. Wo das Ergebnis unklar bleibt, setzen wir eine Probebohrung. Das ist ein Loch von acht Millimetern, das sich anschließend spurlos schließen lässt.
- Breite, Höhe und Ausladung aufgenommen
- Untergrund bestimmt, nicht geschätzt
- Leitungen geortet, bevor gebohrt wird
Ablauf
Von der Prüfung bis zum fertigen Anschluss
Woran Sie einen kritischen Untergrund erkennen
Manches sieht man schon vor dem Termin. Wenn einer dieser Punkte auf Ihr Haus zutrifft, lohnt der Blick hinter den Putz besonders.
- Die Fassade klingt beim Klopfen hohl
- Sichtbare Dämmplatten unter einer dünnen Putzschicht
- Vorgehängte Fassade aus Holz, Faserzement oder Blech
- Risse im Putz oberhalb der geplanten Anschlusshöhe
- Ein Rollladenkasten genau dort, wo das Profil sitzen soll

Keiner dieser Punkte schließt eine Montage aus. Sie verändern nur die Art der Befestigung, und manchmal die Stelle, an der die Anlage steht. Eine freistehende Konstruktion auf eigenen Pfosten ist immer eine Lösung, wenn die Wand nicht mitspielt. Was sich dagegen nicht umgehen lässt, ist die Prüfung selbst. Eine Befestigung, die auf einer Annahme beruht, hält vielleicht zehn Jahre und versagt dann bei der ersten ungewöhnlichen Schneelast.
Welche Befestigung zu welcher Wand passt
Im Vollziegel oder im Beton arbeiten wir mit Verbundankern, die den Dübel chemisch im Stein verkleben. Diese Lösung trägt hohe Lasten und verzeiht auch ein etwas größeres Bohrloch.
Im Hochlochziegel und im Porenbeton wird mit Siebhülsen gearbeitet, damit der Mörtel die Hohlkammern füllt, statt in ihnen zu verschwinden. Die Setztiefe liegt hier deutlich höher als im Vollstein.
Trägt die Außenschale gar nicht, geht die Last über Gewindestangen in die tragende Innenschale oder über eine Konsole in die Decke. Und wenn auch das nicht möglich ist, steht die Anlage auf eigenen Pfosten vor der Wand.
Neben dem Dübel entscheidet der Abstand der Befestigungspunkte. Je weiter sie auseinanderliegen, desto größer ist die Last je Punkt, und desto eher wird aus einer unauffälligen Schraube eine Schwachstelle. Wir setzen die Punkte deshalb nach der Spannweite des Anschlussprofils und nicht nach dem, was sich am bequemsten bohren lässt.
- Vollstein und Beton: Verbundanker
- Hochlochziegel: Siebhülse, größere Setztiefe
- Wärmedämmverbundsystem: druckfester Abstandshalter
- Vorgehängte Fassade: freistehende Konstruktion
Für wen
Für welche Gebäude das besonders zählt
Altbau mit dickem PutzUnter mehreren Putzschichten liegt oft ein anderer Stein als erwartet. Hier lohnt die Probebohrung immer.
Neubau mit DämmungBei zwanzig Zentimetern Dämmung muss die Last durch die Dämmebene hindurch in den tragenden Untergrund.
Haus mit VorhangfassadeHolz, Faserzement oder Blech tragen nicht. Die Befestigung sitzt dann in der Unterkonstruktion oder entfällt.Bauphysik
Dämmung, Dichtheit, Wärmebrücke
Jede Schraube durch ein Wärmedämmverbundsystem ist eine Störstelle. Punktuell ist das unkritisch, solange die Dämmung nicht zusammengedrückt wird und die Durchdringung dicht bleibt. Genau deshalb arbeiten wir mit druckfesten Abstandshaltern und nicht mit langen Dübeln durch die weiche Dämmplatte.
Ebenso wichtig ist die Abdichtung nach oben. Wasser, das hinter das Anschlussprofil läuft, findet in der Dämmebene keinen Weg nach draußen und steht dann über Jahre in der Wand. Ein sauber ausgeführter Anschluss mit Gefälle und dauerelastischer Fuge verhindert das.
Dasselbe gilt für den Anschluss an ein Dach. Wird das Anschlussprofil unter die Dachziegel geführt, muss die Unterspannbahn sauber angearbeitet werden. Geschieht das nicht, läuft Wasser in die Dämmebene, und der Schaden zeigt sich erst Jahre später an der Zimmerdecke.
- Druckfeste Abstandshalter statt Quetschung
- Durchdringung oben abgedichtet
- Gefälle vom Gebäude weg
- Fuge dauerelastisch geschlossen
Was die Befestigung im Angebot ausmacht
Der Anteil an den Gesamtkosten ist kleiner, als viele erwarten, solange der Untergrund mitspielt. Teurer wird es, wenn die Last umgeleitet werden muss oder wenn zusätzliche Bauteile nötig sind.
Wir weisen diesen Teil im Angebot getrennt aus. So sehen Sie, was auf das Produkt entfällt und was auf die Arbeit an Ihrem Gebäude.
Ein zweiter Posten ist die Höhe. Alles, was über etwa drei Metern liegt, braucht ein Gerüst oder eine Hubarbeitsbühne, und das schlägt stärker zu Buche als der eigentliche Befestigungsaufwand. Wer eine Überdachung am Obergeschoss plant, sollte diesen Punkt früh ansprechen.
- Last muss in die Innenschale geleitet werden
- Rollladenkästen im Anschlussbereich
- Gerüst wegen Höhe oder Zugang
- Nacharbeit an Putz und Anstrich
Häufige Fragen zur Befestigung
Kann eine Terrassenüberdachung auf jedes Haus montiert werden?
Fast immer. Trägt die Außenwand nicht, geht die Last über die Innenschale, über die Decke oder über eigene Pfosten. Eine freistehende Konstruktion ist technisch gleichwertig.
Wird die Dämmung durch die Befestigung beschädigt?
Nicht, wenn mit druckfesten Abstandshaltern gearbeitet wird. Die Dämmplatte bleibt in ihrer Stärke erhalten, die Last geht am Dämmstoff vorbei in den tragenden Untergrund.
Was passiert, wenn beim Bohren eine Leitung getroffen wird?
Wir orten vorher. Bleibt ein Bereich unklar, verschieben wir den Befestigungspunkt oder setzen eine Probebohrung. Ungeortet wird nicht gebohrt.
Muss ich den Untergrund selbst kennen?
Nein. Wenn Unterlagen vorliegen, helfen sie, notwendig sind sie nicht. Wir bestimmen den Baustoff beim Termin vor Ort.
Lässt sich die Anlage später rückstandslos entfernen?
Die Befestigungspunkte bleiben als Bohrlöcher zurück und werden verschlossen. Putz und Anstrich lassen sich anschließend angleichen.
Wie viele Befestigungspunkte braucht eine Überdachung?
Das richtet sich nach Spannweite, Ausladung und Schneelastzone. Bei vier Metern Breite sind es in der Regel vier bis sechs Punkte am Wandprofil.
Wir kommen vorbei, bestimmen den Baustoff und sagen Ihnen, welche Befestigung Ihr Haus braucht.
Wie die Last der Markise in die Wand kommt
Eine Markise hängt nicht am Putz. Der Schnitt zeigt, was zwischen Konsole und tragendem Mauerwerk liegt und warum die Dämmung dabei nicht zusammengedrückt werden darf.
- MauerwerkNimmt die Last auf
- DämmungDarf nicht gequetscht werden
- AbstandshalterDruckfest durch die Dämmung
- BefestigungDübel und Konsole
Ratgeber zu diesem Thema
Drei Beiträge, die einzelne Punkte ausführlicher behandeln.
Befestigung im WärmedämmverbundsystemWarum die Dämmung keine Lasten trägt und wie Konsolen die Kraft ins Mauerwerk leiten.Weiterlesen →
Dübel, Untergrund: Mauerwerk, BetonWelches Befestigungsmittel zu welchem Wandaufbau gehört und warum Lochstein Sonderregeln hat.Weiterlesen →
Wandanschluss, Abdichtung gegen RegenWie die Fuge zwischen Dach und Wand dauerhaft dicht bleibt und was dort schiefgeht.Weiterlesen →TMC GmbH
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76437 Rastatt
07132 450 83 86
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Fürs Angebot helfen Baujahr, Fassadenart, geplante Breite und ein Foto der Wand.
Beratung zur Montage an Ihrem Gebäude
Sagen Sie uns, um welches Gebäude es geht und was geplant ist. Für ein belastbares Angebot hilft uns das Baujahr, die Art der Fassade und ein Foto der Wand, an der die Anlage sitzen soll.
