Im Bestand
Überdachung nachrüsten auf der vorhandenen Terrasse
Die Terrasse liegt seit Jahren, der Belag ist gewachsen, das Gefälle stimmt. Jetzt soll ein Dach darüber. Drei Punkte entscheiden, ob das ohne Rückbau gelingt.
- Tragfähigkeit des Belags geprüft
- Gefälle aufgenommen
- Schwellenhöhe an der Tür gemessen
- Fundamente ohne großen Rückbau
Was unter dem Belag liegt
Eine Überdachung braucht Punkte, an denen die Last in den Boden geht. Ein Plattenbelag auf Splitt trägt das nicht. Darunter muss ein Fundament sitzen, das bis unter die Frosttiefe reicht, in der Regel achtzig Zentimeter.
Bei neu gebauten Terrassen ist das oft schon vorbereitet oder leicht herzustellen. Bei gewachsenen Flächen weiß niemand genau, was unten liegt. Manchmal ist es eine durchgehende Betonplatte, dann sind die Fundamente schon da. Manchmal ist es verdichteter Schotter, dann muss geöffnet werden.
Wir nehmen das beim Termin auf. Ein Aufgrabungsversuch an einer Stelle genügt meist, um zu sehen, womit wir es zu tun haben. Diese halbe Stunde entscheidet darüber, ob im Angebot Erdarbeiten stehen oder nicht.
Liegt eine tragfähige Betonplatte vor, lassen sich die Pfosten in vielen Fällen direkt aufdübeln. Das spart Erdarbeiten vollständig und ist die günstigste Variante überhaupt.
- Aufbau unter dem Belag
- Vorhandene Betonplatte oder Schotter
- Frosttiefe am Standort
- Zugang für Gerät und Material

Leistungsumfang
Was beim Nachrüsten geprüft wird
Vier Punkte am Boden, zwei an der Wand, einer an der Tür.
Wir sehen uns den Aufbau an und sagen Ihnen, ob Erdarbeiten nötig werden.

Gefälle, Schwellenhöhe, Kopffreiheit
Eine Terrasse ist nie waagerecht. Zwei Prozent Gefälle vom Haus weg sind der Normalfall, bei vier Metern Tiefe also acht Zentimeter Unterschied. Das klingt wenig, ist aber genau der Betrag, um den die vorderen Pfosten länger werden.
Nach oben begrenzt die Türschwelle den Spielraum. Das Anschlussprofil muss darüber sitzen, sonst läuft Wasser in die Tür. Gleichzeitig darf es nicht in ein Fenster oder in einen Rollladenkasten ragen. Zwischen diesen beiden Grenzen liegt der mögliche Bereich.
Wird es dort eng, gibt es zwei Wege. Entweder eine flachere Dachneigung, was die Entwässerung verändert, oder ein Anschluss auf das Hausdach statt an die Wand. Beides ist machbar, beides gehört vorher besprochen.
Bei sehr niedrigen Schwellen bleibt als letzte Möglichkeit die freistehende Konstruktion, die neben der Terrassentür endet statt über ihr. Sie ist unauffälliger, als man zunächst denkt.
Unter dem fertigen Dach sollten vorn noch gut zwei Meter zwanzig bleiben. Rechnet man vom Anschluss die Neigung über die Tiefe ab, bleibt davon weniger übrig, als die Zahl an der Wand vermuten lässt. Wir rechnen diesen Wert vor der Bestellung durch und nennen ihn Ihnen in Zentimetern.
- Gefälle verändert die Pfostenlängen
- Schwelle begrenzt den Anschluss nach unten
- Fenster und Rollläden nach oben
- Freistehende Variante als Ausweg
Ablauf
Von der Aufnahme bis zur fertigen Fläche
Woran Sie erkennen, dass Erdarbeiten nötig werden
Diese Beobachtungen sprechen dafür, dass der vorhandene Aufbau nicht ausreicht.
- Platten wackeln oder liegen uneben
- Der Belag ist in den letzten Jahren abgesackt
- Es gibt keine durchgehende Betonplatte darunter
- Die Terrasse wurde ohne Unterbau direkt auf gewachsenem Boden verlegt
- An den Rändern zeigen sich Setzungen

Erdarbeiten sind kein Drama. Vier Punktfundamente sind an einem Tag gesetzt, und der geöffnete Belag lässt sich meist mit denselben Platten wiederherstellen. Entscheidend ist nur, dass der Posten im Angebot steht und nicht als Überraschung kommt.
Reihenfolge bei größeren Umbauten
Wenn die Terrasse ohnehin neu gemacht wird, ändert sich die Reihenfolge grundlegend. Dann kommen zuerst die Fundamente, danach der Unterbau, zuletzt der Belag. Das spart das Öffnen und Schließen vollständig.
Deshalb lohnt es sich, eine geplante Überdachung anzusprechen, auch wenn sie erst in zwei Jahren kommen soll. Vier vorbereitete Fundamentpunkte kosten im Zuge des Terrassenbaus fast nichts.
Sinnvoll ist außerdem, Leerrohre für Strom mitzulegen. Wer später Licht, eine Heizung oder eine Markise mit Motor möchte, hat dann einen Weg dafür, ohne den fertigen Belag wieder zu öffnen.
- Fundamentpunkte vorbereiten
- Leerrohr für Strom legen
- Gefälle und Schwellenhöhe festlegen
- Entwässerung auf Zusatzfläche auslegen
Für wen
Für welche Flächen das gilt
Gepflasterte TerrassenPlatten lassen sich öffnen und meist unbeschädigt wieder verlegen.
HolzdecksDielen werden abschnittsweise gelöst, die Unterkonstruktion bleibt erhalten.
BetonflächenEine tragfähige Platte erlaubt das direkte Aufdübeln der Pfosten.Bestandsschutz
Was beim Austausch alter Anlagen gilt
Steht bereits eine Überdachung und soll ersetzt werden, ist die Lage meist einfacher. Die Fundamente sind vorhanden, der Wandanschluss ist erprobt, und die Entwässerung liegt schon.
Prüfen muss man trotzdem. Alte Fundamente waren oft für leichtere Konstruktionen ausgelegt, und eine Glasdachfläche wiegt deutlich mehr als eine alte Wellplatte. Wir sehen uns die vorhandenen Punkte deshalb an, bevor wir sie weiterverwenden.
Auch die Lastannahme hat sich über die Jahre verändert. Was vor dreißig Jahren als ausreichend galt, entspricht nicht zwingend den heutigen Zonenwerten. Ein Austausch ist der richtige Zeitpunkt, das mitzuziehen.
Zu klären ist zuletzt, was mit dem alten Material geschieht. Für die Entsorgung der abgebauten Teile gibt es je nach Werkstoff unterschiedliche Wege, und sie gehört ins Angebot statt in eine Nachberechnung. Wir weisen diesen Posten deshalb getrennt aus.
- Vorhandene Fundamente geprüft
- Lastannahme auf heutigen Stand
- Wandanschluss neu abgedichtet
- Entwässerung auf neue Fläche geprüft
Was im Bestand den Preis bewegt
Der größte Posten ist nicht die Überdachung, sondern das, was am Boden passiert. Ohne Erdarbeiten liegt man deutlich günstiger als mit.
Der zweite Punkt ist der Zugang. Lässt sich mit einem Minibagger an die Stelle fahren, geht es schnell. Muss von Hand ausgehoben und der Aushub durch das Haus getragen werden, ändert das den Aufwand erheblich.
Dritter Punkt ist der Belag selbst. Großformatige Platten lassen sich meist unbeschädigt aufnehmen. Ein verklebter oder sehr alter Belag bricht häufig und muss ersetzt werden, und dann stellt sich die Frage nach passendem Material.
Dazu kommt die Jahreszeit. Bodenarbeiten bei Frost sind aufwendiger, und nasser Lehm lässt sich schlecht verdichten. Wer die Fläche im Spätsommer vorbereiten lässt, hat im Ablauf mehr Spielraum und muss den Freisitz kürzer entbehren.
- Erdarbeiten für Fundamente
- Zugang für Gerät und Aushub
- Wiederherstellung des Belags
- Anpassung der Entwässerung
Häufige Fragen zum Nachrüsten
Muss die Terrasse aufgerissen werden?
Nicht unbedingt. Liegt eine tragfähige Betonplatte darunter, lassen sich die Pfosten direkt aufdübeln. Sonst werden punktuell Fundamente gesetzt.
Wie tief müssen die Fundamente sein?
Unter die Frosttiefe, in der Regel achtzig Zentimeter. Bodenart und Grundwasser können mehr verlangen.
Lässt sich der Belag wiederverwenden?
Großformatige Platten meist ja. Verklebte oder sehr alte Beläge brechen häufig beim Aufnehmen.
Was ist, wenn die Türschwelle sehr niedrig liegt?
Dann wird die Dachneigung flacher gelegt, der Anschluss auf das Hausdach geführt oder eine freistehende Lösung gewählt.
Kann eine alte Überdachung ersetzt werden?
In der Regel ja. Die vorhandenen Fundamente werden geprüft, weil ein Glasdach schwerer ist als eine alte Wellplatte.
Wie lange dauert das Nachrüsten?
Ohne Erdarbeiten ein bis zwei Tage. Mit Fundamenten kommt eine Woche Aushärtezeit dazu.
Wir sehen uns den Aufbau an und sagen Ihnen, was ohne Rückbau möglich ist.
Was unter einer fertigen Terrasse liegt
Eine Nachrüstung im Bestand trifft auf einen Aufbau, den niemand mehr sieht. Der Schnitt zeigt, welche Schichten geöffnet werden müssen und wie tief die neue Gründung reicht.
- BestandsaufbauBelag, Splitt, Schotter
- Neues FundamentSteht im gewachsenen Boden
- Frostfreie TiefeVerhindert Hebung im Winter
- SchwellenhöheBegrenzt den Aufbau
Ratgeber zu diesem Thema
Drei Beiträge, die einzelne Punkte ausführlicher behandeln.
Fundament im Bestand setzenWie Fundamente nachträglich unter einen vorhandenen Belag kommen.Weiterlesen →
Plattenbelag öffnen, schließenWelche Beläge sich unbeschädigt aufnehmen lassen und wo Ersatzmaterial nötig wird.Weiterlesen →
Schwellenhöhe, Anschluss an der TürWarum die Türschwelle den Spielraum nach unten begrenzt und welche Wege es gibt.Weiterlesen →TMC GmbH
Karlsruher Str. 22
76437 Rastatt
07132 450 83 86
info@markise-und-sonnenschutz.de
Fürs Angebot helfen Fotos der Fläche, die Maße und die Höhe der Türschwelle über dem Belag.
Beratung für Ihre vorhandene Fläche
Schicken Sie uns Fotos der Terrasse und die Maße. Daraus sehen wir meist schon, ob Erdarbeiten nötig werden und wo die Pfosten stehen können.
