Am Balkon
Markisen, Überdachungen am Balkon, an der Loggia
Am Balkon ist weniger Platz, der Untergrund ist dünner, und über die Nutzung entscheidet oft nicht nur der Bewohner. Das verändert die Lösung, nicht aber das Ergebnis.
- Tragfähigkeit der Balkonplatte geprüft
- Anschluss an vorhandene Geländer
- Absturzsicherung bleibt wirksam
- Zustimmung vorab geklärt
Was dort oben anders ist als auf der Terrasse
Auf der Terrasse steht die Konstruktion notfalls auf eigenen Fundamenten. Eine Etage höher gibt es diese Möglichkeit nicht. Alles, was montiert wird, hängt an der Brüstung, an der Decke der Loggia oder an der Wand dahinter.
Die Platte selbst kragt als Stahlbeton aus der Fassade heraus. Sie trägt ihr Eigengewicht und die Nutzlast, aber sie ist nicht dafür gemacht, am äußeren Rand zusätzliche Lasten aufzunehmen. Je weiter außen etwas befestigt wird, desto größer ist das Moment, das in die Einspannung geht.
Deshalb sitzt die Befestigung fast immer oben an der Decke oder an der Rückwand, nicht unten an der Platte. Bei zurückgesetzten Freisitzen mit seitlichen Wänden ist die Lage günstiger, weil sich die Last auf drei Seiten verteilen lässt.
Hinzu kommt die Windsituation. In der dritten Etage greift der Wind anders an als im Garten, und eine Markise ohne Windsensor ist dort schneller beschädigt als ebenerdig. Wir legen die Ausfallhöhe und die Automatik entsprechend aus.
- Auskragende Platte trägt am Rand wenig
- Loggia verteilt Lasten auf drei Seiten
- Wind nimmt mit der Höhe deutlich zu
- Montage meist von oben, nicht von unten

Leistungsumfang
Welche Lösungen dort funktionieren
Vier Lösungen, die sich in der Praxis bewährt haben.
Schicken Sie uns ein Foto mit Maßen, dann sagen wir Ihnen, welche Lösung dort funktioniert.

Befestigung ohne Eingriff in die Absturzsicherung
Das Geländer ist ein sicherheitsrelevantes Bauteil. Es muss eine horizontale Last aufnehmen, und jede Veränderung daran berührt diese Funktion. Deshalb wird die Anlage nicht am Geländer befestigt, auch wenn das konstruktiv zunächst möglich erscheint.
Zulässig und üblich ist dagegen das Einsetzen einer Füllung in ein vorhandenes Geländer, solange sie nur Wind und Blick abhält und keine zusätzliche Last einleitet. Hier ist die Windangriffsfläche der kritische Punkt: Eine blickdichte Füllung verwandelt ein offenes Geländer in ein Segel.
Wo seitliche Wände vorhanden sind, wird die Konstruktion zwischen ihnen verspannt oder dort verschraubt. Das ist die stabilste Variante dort überhaupt, weil die Lasten dorthin gehen, wo das Gebäude sie aufnehmen kann.
Wo gar nicht gebohrt werden darf, bleibt die Klemmlösung. Sie wird zwischen Bodenbelag und Deckenunterseite verspannt und hält bei korrekter Montage erstaunlich gut. Ihre Grenze liegt bei der Ausladung und bei der Windlast.
- Keine Befestigung am Geländer selbst
- Füllung erhöht die Windangriffsfläche
- Loggia erlaubt seitliche Verspannung
- Klemmlösung, wo nicht gebohrt werden darf
Ablauf
Vom Foto bis zur Montage
Wann eine Lösung an ihre Grenze kommt
Diese Punkte sprechen dafür, dass eine andere Variante die bessere ist.
- Die Betonplatte zeigt Risse oder Abplatzungen
- Das Geländer selbst sitzt locker
- Die Ausladung soll über zweieinhalb Meter betragen
- Die Wohnung liegt ab dem vierten Obergeschoss in freier Lage
- Die Deckenunterseite ist abgehängt oder verkleidet

Keiner dieser Punkte schließt eine Beschattung aus. Sie verschieben nur die Lösung, etwa von der Gelenkarmmarkise zur Senkrechtmarkise oder von der freien Ausladung zur geführten Variante mit seitlichen Schienen.
Zustimmung bei Miete, Eigentum
In einer Mietwohnung gehört der Freisitz zur Wohnung, die Außenfassade aber nicht. Eine Markise, die an der Fassade befestigt wird, braucht deshalb die Erlaubnis des Vermieters. Eine Klemmmarkise, die nichts berührt außer Boden und Decke, in der Regel nicht.
In einer Eigentumswohnung ist die Fläche meist Sondereigentum, die Außenwand und die Brüstung dagegen Gemeinschaftseigentum. Eine Befestigung dort ist eine bauliche Veränderung und braucht einen Beschluss der Eigentümerversammlung.
Beides lässt sich vorbereiten. Was die Versammlung oder der Vermieter sehen will, ist meist dasselbe: Wie sieht es aus, was wird befestigt, und lässt es sich rückstandslos entfernen. Wir stellen diese Angaben als kurzes Blatt zusammen.
Hilfreich ist außerdem, wenn in einer Anlage mehrere Parteien dieselbe Lösung wählen. Ein einheitliches Erscheinungsbild ist das Argument, das in Eigentümerversammlungen am häufigsten zieht.
- Foto der Fläche mit Maßen
- Produktdatenblatt mit Farbe
- Art der Befestigung
- Hinweis auf Rückbaubarkeit
- Angabe zur Ausladung
Für wen
Für welche Wohnsituationen das passt
Mietwohnung ohne BohrerlaubnisKlemmmarkisen und Senkrechtlösungen kommen ohne Eingriff in die Fassade aus.
EigentumswohnungMit Beschluss der Gemeinschaft ist auch eine feste Montage möglich.
Zurückgesetzter Freisitz im NeubauDie seitlichen Wände erlauben die stabilste Befestigung überhaupt.Wind
Sensor, Ausfallhöhe, Automatik
Mit jedem Stockwerk nimmt die Windgeschwindigkeit zu. Eine Markise, die im Garten jahrelang unbeschadet bleibt, ist in der vierten Etage schneller überlastet, weil die Böen dort weniger gebremst werden.
Deshalb gehört ab dem zweiten Obergeschoss ein Windsensor dazu, der die Anlage selbsttätig einfährt. Er kostet wenig und ersetzt die Aufmerksamkeit, die niemand rund um die Uhr aufbringt.
Die zweite Stellschraube ist die Ausfallhöhe. Je flacher die Markise steht, desto größer ist die Angriffsfläche von unten. Eine steilere Neigung kostet etwas Schatten und gewinnt deutlich an Windstabilität.
- Windsensor ab dem zweiten Obergeschoss
- Steilere Neigung bei freier Lage
- Geführte Senkrechtmarkise als Alternative
- Automatik statt Erinnerung
Was den Preis bestimmt
Die Breite ist der erste Faktor, die Art der Befestigung der zweite. Eine Klemmlösung ist günstiger als eine feste Montage, weil weder Untergrundprüfung noch Abdichtung anfallen.
Teurer wird es, wenn ein Gerüst oder eine Hubarbeitsbühne nötig ist. Ab dem dritten Obergeschoss lässt sich das selten vermeiden, es sei denn, die Montage gelingt von innen.
Ein dritter Punkt ist die Automatik. Motor und Windsensor schlagen in der Anschaffung zu Buche, verlängern aber die Lebensdauer der Anlage deutlich. In freier Lage rechnet sich das nach wenigen Jahren.
- Breite und Ausladung
- Feste Montage oder Klemmlösung
- Zugang und Montagehöhe
- Motor, Windsensor, Automatik
Häufige Fragen zur Montage über dem Erdgeschoss
Darf ich als Mieter eine Markise anbringen?
Eine Klemmmarkise ohne Eingriff in die Bausubstanz meist ja. Für eine Befestigung an der Fassade brauchen Sie die Erlaubnis des Vermieters.
Hält die auskragende Platte eine Überdachung?
Am äußeren Rand nur begrenzt. Befestigt wird deshalb in der Regel oben an der darüberliegenden Platte oder an der Rückwand.
Kann die Markise am Geländer befestigt werden?
Nein. Das Geländer ist Absturzsicherung, seine Funktion darf nicht verändert werden.
Was gilt in der Eigentümergemeinschaft?
Die Außenwand ist in der Regel Gemeinschaftseigentum. Eine Befestigung dort ist eine bauliche Veränderung und braucht einen Beschluss.
Brauche ich einen Windsensor?
Ab dem zweiten Obergeschoss empfehlen wir ihn. Er fährt die Anlage selbsttätig ein, bevor Schaden entsteht.
Wie lange dauert die Montage?
In den meisten Fällen ein halber Tag. Bei Zugang über eine Hubarbeitsbühne entsprechend länger.
Schicken Sie uns ein Foto mit Maßen, dann schlagen wir die Lösung vor, die dort trägt.
Was auf einem Balkon ohne Bohren möglich ist
In der Mietwohnung und in der Eigentümergemeinschaft ist die Fassade nicht frei verfügbar. Der Schnitt zeigt, welche Lösungen ohne Eingriff in die Gebäudehülle auskommen und wo die Zustimmung anfängt.
- KlemmungOhne Bohren, zwischen Boden und Decke
- GeländerTrägt Senkrechtmarkise und Sichtschutz
- BohrungNur mit Zustimmung
- BestandPlatte, Decke, Geländer
Ratgeber zu diesem Thema
Drei Beiträge, die einzelne Punkte ausführlicher behandeln.
Klemmmarkise ohne BohrenWie eine verspannte Lösung hält, wo sie an ihre Grenze kommt und was sie voraussetzt.Weiterlesen →
Zustimmung: Vermieter, GemeinschaftWer über eine Befestigung an der Fassade entscheidet und was in den Antrag gehört.Weiterlesen →
Windsensor im ObergeschossWarum Wind mit der Höhe zunimmt und ab wann eine Automatik sinnvoll wird.Weiterlesen →TMC GmbH
Karlsruher Str. 22
76437 Rastatt
07132 450 83 86
info@markise-und-sonnenschutz.de
Fürs Angebot helfen ein Foto, die Breite, die Himmelsrichtung und die Etage.
Beratung für Ihren Freisitz
Sagen Sie uns, wie die Fläche aussieht und ob gebohrt werden darf. Daraus ergibt sich, welche Lösung bei Ihnen funktioniert und was dafür nötig ist.
