Wasserführung
Entwässerung der Terrassenüberdachung, Hausanschluss
Eine Überdachung von vier mal drei Metern sammelt bei einem kräftigen Sommergewitter mehrere hundert Liter in wenigen Minuten. Wohin dieses Wasser läuft, gehört in die Planung und nicht ans Ende der Montage.
- Dachfläche und Regenmenge berechnet
- Rinne, Fallrohr passend dimensioniert
- Ableitung auf das eigene Grundstück
- Frostsichere Führung im Winter
Wie viel Wasser tatsächlich anfällt
Für die Bemessung wird mit dem örtlichen Berechnungsregen gerechnet, einem Wert, der je nach Region zwischen etwa zweihundert und vierhundert Litern je Sekunde und Hektar liegt. Auf eine Terrassenüberdachung von zwölf Quadratmetern übertragen sind das in der Spitze mehrere Liter je Sekunde.
Das klingt wenig, läuft aber durch ein einziges Fallrohr. Ist dieses Rohr zu knapp bemessen oder die Rinne zu flach, steht das Wasser im Profil und sucht sich den Weg über die Kante. Meist genau dort, wo man unter der Überdachung sitzt.
Wir legen Rinne und Fallrohr deshalb nach der Dachfläche aus und nicht nach dem, was optisch am unauffälligsten wirkt. Bei größeren Anlagen sind zwei Fallrohre die ruhigere Lösung als eines mit großem Durchmesser.
Hinzu kommt die Dachfläche des Hauses, falls sie auf die Überdachung entwässert. Dann addiert sich die Fläche, und die Bemessung verdoppelt sich schnell. Diesen Punkt sehen wir uns beim Aufmaß an, weil er von unten nicht immer sichtbar ist.
Ein zweiter Punkt betrifft die Lage des Fallrohrs. Es soll dort stehen, wo es nicht stört, und gleichzeitig dort, wo der Anschluss ist. Diese beiden Wünsche fallen selten zusammen. Wir zeichnen die Lage deshalb vor der Montage ein und stimmen sie ab, statt sie auf der Baustelle zu entscheiden.
- Überdachte Fläche in Quadratmetern
- Örtlicher Berechnungsregen
- Zusätzliche Fläche vom Hausdach
- Vorhandene Anschlussmöglichkeit

Leistungsumfang
Was zur Wasserführung gehört
Von der Bemessung bis zum Anschluss an die vorhandene Leitung.
Wir sehen uns Ihre vorhandene Entwässerung an und schlagen den kürzesten sauberen Weg vor.

Anschluss an die vorhandene Leitung
Der naheliegende Weg ist die Grundleitung des Hauses. Das funktioniert, solange sie die zusätzliche Menge aufnimmt und solange die Kommune das Einleiten von Niederschlagswasser erlaubt. Beides ist nicht überall selbstverständlich.
Viele Gemeinden verlangen inzwischen eine Versickerung auf dem eigenen Grundstück oder berechnen eine getrennte Niederschlagswassergebühr nach versiegelter Fläche. Eine Überdachung vergrößert diese Fläche, und das kann sich auf die Gebühr auswirken.
Die dritte Variante ist die Zisterne. Wer ohnehin Gartenwasser sammelt, gewinnt mit der Überdachung eine zusätzliche Auffangfläche. Der Überlauf muss dann allerdings mitgeplant werden, sonst steht das Wasser bei vollem Behälter wieder in der Rinne.
Welcher Weg erlaubt ist, steht in der Entwässerungssatzung der Gemeinde. Dort finden sich auch die Angaben zur Niederschlagswassergebühr und dazu, ob eine Versickerung angezeigt werden muss. Ein Anruf beim Bauamt klärt das meist in wenigen Minuten.
- Grundleitung, wenn Kapazität und Erlaubnis vorliegen
- Versickerung auf dem eigenen Grundstück
- Zisterne mit geplantem Überlauf
Ablauf
Von der Bemessung bis zum Anschluss
Woran eine zu knappe Ableitung zu erkennen ist
Diese Beobachtungen sprechen dafür, dass die Ableitung nicht reicht oder verstopft ist.
- Wasser läuft bei Starkregen über die Rinnenkante
- Pfützen am Pfostenfuß oder am Fallrohr
- Grünbelag auf dem Belag unter der Rinne
- Tropfen aus der Rinne noch Stunden nach dem Regen
- Im Winter Eiszapfen an der vorderen Kante

In den meisten Fällen steckt kein Bemessungsfehler dahinter, sondern Laub. Ein Ablauf, der einmal im Jahr gereinigt wird, bleibt frei. Steht ein Baum unmittelbar daneben, lohnt sich ein Gitter über der Rinne.
Rinne, Ablauf im Winter
Stehendes Wasser in der Rinne friert. Das ist unkritisch, solange die Rinne sich ausdehnen kann und das Eis nicht den Ablauf versiegelt. Problematisch wird es, wenn Tauwasser auf eine vereiste Rinne trifft und keinen Weg findet.
Deshalb wird die Rinne mit ausreichendem Gefälle montiert und der Ablauf an der tiefsten Stelle gesetzt. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt das Fallrohr im Winter oben offen, damit sich ein Eispfropfen nicht aufbauen kann.
Bei Anlagen unter einer Dachfläche kommt abgehender Schnee hinzu. Er landet in der Rinne und bleibt dort liegen. Eine Rinne, die das aufnehmen soll, braucht mehr Querschnitt als die Regenmenge allein verlangt.
Bei Lamellendächern kommt ein weiterer Punkt dazu: Bei geöffneten Lamellen läuft Wasser nicht in die Rinne, sondern auf die Terrasse. Das ist so gewollt und kein Mangel. Wer darunter Möbel stehen hat, sollte die Lamellen bei angekündigtem Regen schließen, auch wenn die Automatik das in der Regel übernimmt.
- Rinne und Ablauf von Laub befreien
- Gefälle zum Ablauf sichtbar vorhanden
- Fallrohr unten frei, kein Rückstau
- Kein stehendes Wasser nach Regen
Für wen
Wo die Entwässerung besonders zählt
Grundstücke mit HanglageDas Wasser sucht sich den Weg zum tiefsten Punkt, oft Richtung Haus.
Nähe zur GrundstücksgrenzeNiederschlagswasser darf nicht auf das Nachbargrundstück abgeleitet werden.
Gärten mit altem BaumbestandLaub füllt Rinnen schnell. Gitter und jährliche Reinigung sind Pflicht.Recht
Niederschlagswasser bleibt auf dem Grundstück
Wasser von der eigenen Überdachung auf das Nachbargrundstück abzuleiten ist nachbarrechtlich nicht zulässig. Das gilt auch dann, wenn es nur die Traufkante ist, die über die Grenze ragt und von dort abtropft.
Wir planen die Ableitung deshalb immer so, dass sie auf dem eigenen Grundstück bleibt, und halten die Lage der Fallrohre im Angebot fest. Bei schmalen Grundstücken ist das gelegentlich die Stelle, an der sich die Position der Anlage noch einmal verschiebt.
- Ableitung auf das eigene Grundstück
- Traufkante innerhalb der Grenze
- Fallrohrlage im Angebot festgehalten
- Versickerung nach kommunaler Vorgabe
Was die Ableitung im Angebot ausmacht
Rinne und Fallrohr gehören zum Lieferumfang und sind im Preis der Anlage enthalten. Spürbar wird der Posten erst dort, wo ein Anschluss hergestellt werden muss, der noch nicht existiert.
Erdarbeiten, ein neuer Revisionsschacht oder eine Sickerbox sind eigene Gewerke und werden gesondert ausgewiesen. Wer bereits einen Anschluss in der Nähe hat, kommt deutlich günstiger weg als jemand, der zwölf Meter Leitung legen lassen muss.
- Erdarbeiten bis zum Anschlusspunkt
- Sickerbox oder Rigole
- Revisionsschacht
- Laubschutzgitter über der Rinne
Häufige Fragen zur Wasserführung
Kann das Wasser an die Hausentwässerung angeschlossen werden?
Oft ja, wenn die Leitung die Menge aufnimmt und die Gemeinde das Einleiten erlaubt. Manche Kommunen verlangen Versickerung auf dem Grundstück.
Wie oft muss die Rinne gereinigt werden?
Einmal jährlich reicht meist. Steht ein Baum unmittelbar daneben, eher zweimal, oder Sie lassen ein Gitter aufsetzen.
Darf das Wasser auf das Nachbargrundstück laufen?
Nein. Niederschlagswasser bleibt auf dem eigenen Grundstück, auch von der Traufkante.
Was passiert im Winter mit der Rinne?
Stehendes Wasser friert. Mit Gefälle zum Ablauf und freiem Fallrohr ist das unkritisch.
Erhöht die Überdachung meine Abwassergebühr?
Möglich. Viele Kommunen berechnen Niederschlagswasser nach versiegelter Fläche. Eine Versickerung kann das vermeiden.
Wie groß muss das Fallrohr sein?
Das richtet sich nach der Dachfläche und dem örtlichen Berechnungsregen. Bei größeren Anlagen sind zwei kleinere Fallrohre ruhiger als ein großes.
Wir rechnen die Menge aus und schlagen den Weg vor, der zu Ihrem Grundstück passt.
Wohin das Regenwasser von der Überdachung läuft
Eine Überdachung sammelt Regen auf der gesamten Fläche. Der Weg von dort bis zum Boden entscheidet darüber, ob die Terrasse trocken bleibt und ob die Lösung überhaupt zulässig ist.
- Rinne und FallrohrQuerschnitt nach Fläche
- GefälleFührt das Wasser ab
- LaubfangHält die Leitung frei
- UntergrundVersickerung oder Kanal
Ratgeber zu diesem Thema
Drei Beiträge, die einzelne Punkte ausführlicher behandeln.
Regenwasser: Versickerung, KanalWohin das Wasser der neuen Dachfläche darf und warum die Gemeinde mitredet.Weiterlesen →
Fallrohr, Anschluss im BestandWann sich ein vorhandenes Fallrohr mitbenutzen lässt und wann es zu klein wird.Weiterlesen →
Laub, Rinne, WartungWarum Rinnen verstopfen, was das anrichtet und in welchem Rhythmus gereinigt wird.Weiterlesen →TMC GmbH
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Fürs Angebot helfen die geplante Fläche, der vorhandene Anschluss und ein Foto der Stelle.
Beratung zur Wasserführung
Sagen Sie uns, wie groß die Überdachung werden soll und was an Entwässerung schon da ist. Daraus ergibt sich die Bemessung und der kürzeste saubere Weg.
