Ratgeber · Bestandsterrasse, Nachrüstung

Wenig Platz über der Tür

Das Anschlussprofil muss über die Schwelle, darf aber nicht ins Fenster. Zwischen beidem liegt der ganze Spielraum.

Bei fast jeder Überdachung an einem vorhandenen Haus entscheidet eine einzige Höhe über die Lösung: der Abstand zwischen der Oberkante des Belags und der Unterkante dessen, was darüber an der Wand sitzt.

Warum die Schwelle die Grenze ist

Das Anschlussprofil an der Wand ist die Stelle, an der das Dach beginnt. Es muss oberhalb der Türschwelle sitzen, denn sonst läuft Wasser, das auf dem Profil steht, in den Türfalz und von dort nach innen.

Bei älteren Häusern liegt die Schwelle oft recht hoch, und dann ist alles einfach. Bei barrierefreien Übergängen, wie sie heute üblich sind, liegt sie fast auf der Höhe des Belags, und der Spielraum schrumpft auf wenige Zentimeter.

Dazu kommt, dass vor der Tür ein Rinnensystem oder ein Entwässerungsgitter liegen kann. Auch dieses gehört zur maßgeblichen Höhe, denn es darf vom Profil nicht überdeckt werden.

  • Profil muss über die Schwelle
  • Barrierefreie Übergänge sind kritisch
  • Entwässerungsrinne zählt mit
  • Wenige Zentimeter entscheiden

Was nach oben begrenzt

Nach oben stehen Fenster, Rollladenkästen, Lüftungsgitter und manchmal Außenleuchten im Weg. Das Profil darf keines davon überdecken, weder teilweise noch mit seiner Abdichtung.

Besonders häufig ist der Rollladenkasten das Problem. Er sitzt direkt über der Tür, reicht oft tief herunter und lässt sich nicht versetzen. Dann endet der nutzbare Bereich genau dort.

Bei einer Fassade mit Dämmung kommt hinzu, dass das Profil bis zur tragenden Wand durchgeführt werden muss. Das kostet nochmals Höhe, weil die Konsolen entsprechend bemessen sind.

Übergang von der Terrassentür auf die Fläche

Gefälle frisst zusätzliche Höhe

Eine Überdachung braucht Neigung, damit Wasser abläuft. Üblich sind etwa fünf Prozent. Bei vier Metern Tiefe sind das zwanzig Zentimeter Unterschied zwischen Wand und vorderer Kante.

Diese zwanzig Zentimeter gehen von der Höhe am vorderen Rand ab. Was an der Wand großzügig wirkt, kann vorn schon knapp sein, und genau dort gehen Menschen hindurch.

Flacher zu bauen hilft nur begrenzt. Unterhalb einer gewissen Neigung bleibt Wasser auf der Fläche stehen, Schmutz setzt sich ab, und bei Glas zeichnen sich Ränder ab, die sich nicht mehr wegwischen lassen.

  • Fünf Prozent Neigung sind üblich
  • Vier Meter Tiefe ergeben zwanzig Zentimeter
  • Vordere Höhe ist die kritische
  • Zu flach bedeutet stehendes Wasser

Wege bei knapper Höhe

Der erste Weg ist der Anschluss auf das Hausdach statt an die Wand. Das Profil sitzt dann oberhalb der Dachrinne oder unter den untersten Ziegeln und gewinnt die ganze Höhe des Dachüberstands dazu.

Der zweite Weg ist eine geringere Tiefe. Jeder Meter weniger spart bei gleicher Neigung fünf Zentimeter, und oft lässt sich die Fläche in der Breite ausgleichen, ohne dass sie kleiner wirkt.

Der dritte Weg ist die freistehende Konstruktion. Sie endet neben der Tür statt über ihr, ist vom Haus unabhängig und löst das Höhenproblem vollständig.

Kopffreiheit am vorderen Rand

Unter dem fertigen Dach sollten vorn mindestens zwei Meter zehn bleiben, besser zwei Meter zwanzig. Darunter wird es eng, sobald jemand mit erhobenem Arm hindurchgeht oder ein Sonnenschirm transportiert wird.

Gerechnet wird dabei bis zur Unterkante des vorderen Profils, nicht bis zur Glasfläche. Die Profilhöhe selbst kostet nochmals mehrere Zentimeter, und sie fällt bei großen Spannweiten größer aus.

Diesen Wert nennen wir vor der Bestellung in Zentimetern, damit er vorstellbar ist. Erfahrungsgemäß ist er die Zahl, die später am meisten über die Zufriedenheit entscheidet. Wer unsicher ist, spannt eine Schnur in der geplanten Höhe quer über die Fläche und geht einmal darunter hindurch. Das klärt in zwei Minuten, was auf dem Papier schwer vorstellbar bleibt.

Wie wir das in der Ausführung umsetzen, steht auf der Seite Bestandsterrasse, Nachrüstung.

Kurz zusammengefasst

Warum die Schwelle die Grenze istDas Anschlussprofil an der Wand ist die Stelle, an der das Dach beginnt.
Was nach oben begrenztNach oben stehen Fenster, Rollladenkästen, Lüftungsgitter und manchmal Außenleuchten im Weg.
Gefälle frisst zusätzliche HöheEine Überdachung braucht Neigung, damit Wasser abläuft.

Häufige Fragen

Wie viel Höhe brauche ich über der Schwelle?

So viel, dass Profil und Abdichtung darüber liegen. Je nach System sind das etwa zehn bis zwanzig Zentimeter.

Was tun, wenn der Rollladenkasten im Weg ist?

Dann kommt der Anschluss auf das Hausdach oder die Konstruktion wird freistehend neben der Tür geplant.

Kann ich die Neigung verringern?

Nur begrenzt. Zu flache Flächen halten Wasser, setzen Schmutz an und zeigen auf Glas dauerhafte Ränder.

Wie hoch sollte es vorn sein?

Mindestens zwei Meter zehn bis zur Unterkante des vorderen Profils, besser etwas mehr.

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